April 2026
Reisebericht 12. bis 27. April
Sonntag, 12. und Montag, 13. April
Hier kommt mal unser Erlebnisbericht, und bis zum 21. April sind die Bilder drin! Rest folgt!
Heute ist der 12. April, Sonntag, und um 14 Uhr ging es zum Flughafen nach Stuttgart. Dort angekommen, haben Gudrun und Roland getroffen: Ines, Joanna, Katja M., Katja W., Steffi, Elmar und Jürgen, unsere Gruppe war nun komplett!
Im Bild von links nach rechts: Jürgen, Joanna, Steffi, Gudrun, Katja W., Roland, Ines, Katja M. und Elmar.
Der Abflug war recht pünktlich um 18.45h, mit Turkish Airlines zu fliegen, ist perfekt!
Nach dem Umstieg in Istanbul ging es um 1 Uhr weiter, um 6 Uhr sind wir in Banjul angekommen.
Null Probleme mit unseren vielen Insulinen und Sensoren und Medikamenten, unser Stammfahrer Abou hat uns mit einem Kollegen erwartet, um 8 Uhr waren wir im Bakotu.
Nur Margo im Bakotu (hatten wir für uns ganz alleine, weil seit Ostersonntag geschlossen) hatte gedacht, wir kommen erst Morgen an, aber die Zimmer waren alle fertig vorbereitet. Das Frühstück mussten wir im Restaurant gegenüber machen.
Anschließend ging es ans Auspacken und Sortieren aller Sachen, und alle haben sich 2 Stunden entspannt. Roland ist ins private Haus von Dr. Gaye gefahren, um die Insuline abzugeben. Zum Abendessen ging es ins Musa Bendula. Dort haben wir Brigitte mit ihrem Mann Alieu getroffen.
So war der erste Tag schon gelaufen.
Dienstag, 14. April
Heute Morgen ging es dann gleich zu drei Familien. Ein Besuch bei Mariama Ndow in Brufut, die kennt ihr ja schon aus den zurückliegenden Tagebüchern. Werte anschauen, mit dem Rest der Familie reden, denn die Mama ist gestern mit einer Tochter in den Senegal gereist. Die Idee, Mariama von der Schule abzuholen haben wir umgesetzt, und konnten dort mit der Schulleiterin Marie über den Diabetes von Mariama reden. Das Ziel dabei, Mariama's Zuckerwerte im Auge zu behalten, wird hoffentlich umgesetzt. Anschließend ging es zurück zu den Ndows, dort bekam Mariama einen Dexcom7 gesetzt.
Abou hat uns dann zu Amadou Ceesay gefahren. So wohnen jetzt in Madiana, und nicht mehr in Kololi, und bauen grad ein neues Haus mit eigenem Grundstück. War ein wenig chaotisch dort, Mama Kaddija hat gerade das Lunch vorbereitet. Als Papa Sarjo dazu kam, bekam Amadou ebenfalls einen Dexcom7. Wir hoffen, dass sie davon lernen!
Beide Familien haben wir mit 50kg Reis (der übrigens billiger geworden ist!) versorgt.
Auf der Heim fahrt ging es noch bei Mustapha in Bijilo vorbei, ihm haben wir Verbandsmaterial gebracht. Sein linker Fuß wurde vor 4 Jahren amputiert, und am rechten Fuß ist der große Zeh amputiert (Mustapha war lange Zeit mit der gambischen Standardtherapie Versorgt, Metformin und Glibenclamid). Dahinter war eine Wunde, die aber zuheilt. Die muss er aber pflegen! Ein paar Pens mit Mischinsulin haben wir ihm dagelassen.
Danach hat uns Abou zu seinem "neuen" Haus gefahren, weit im Busch draußen. Da steht es seit 15 Jahren, Geld zum Weiterbauen ist nicht vorhanden...dann ging es zurück ins Bakotu.
Mittwoch, 15. April
Nachdem wir Ousman in seinem Domizil in Serrekunda abgeholt hatten, sind wir nach Bundung zu Amie Nyang. Sie hat nun ihre Kosmetikerin/Hairdresserausbildung abgeschlossen und verdient ihren Lebensunterhalt damit, und hoffen, dass es so weitergeht. Ihr HbA1c ist immer noch nicht gut für so eine junge Frau, 9,6% (ihr wurde am 16. April ein Dexcom 7 gesetzt), dann schauen wir mal, ob es damit besser klappt, bessere Werte zu haben.
Auf dem Weg zu Yassin Bah sind wir bei Fatoumatta Jallow vorbei, sie war auf dem Heimweg von der Schule, und ist uns nachgerannt bis zu Yassin.
Yassin hat noch Nachholbedarf mit ihrem Diabetesmanagement. Sie hat 4 Blätter bekommen, für die nächsten 4 Tage, und sie soll mit Uhrzeit/Datum/Insulindosen/Mahlzeiten/Trinken möglichst alles aufschreiben und am Abend ein Foto schicken. Vielleicht klappt das ja!
Mit Jürgen bin in in die Dorban-Klinik in Bakau gefahren, er kam schon am Flughafen mit einem Gehstock an, und hatte in der rechten Hüfte Schmerzen. Wir haben einige Medikamente besorgt, die hoffentlich helfen (Kommentar Roland: haben sie nicht bis zum Ende unseres Aufenthalts). Eliman hat mit der Ärztin Mariam Jaw dafür gesorgt, dass wir nicht lange warten mussten.
Donnerstag, 16. April
Heute sind wir nach dem Frühstück ins Gudrun Medical Lab aufgebrochen. Bis auf Jürgen, der Schmerzen hat in der Hüfte, sind alle mitgefahren. Wir haben versucht, die anstehenden Aufgaben zu verteilen, das hat auch super geklappt. Steffi und Joanna haben sich um das Setzen der Dexcom7 gekümmert, Elmar und KatjaM waren beschäftigt, KatjaW hat mit Gudrun Beratung gemacht, Ines hat Blutdruck und Körperlänge gemessen, und Roland hat sich mit den Messgeräten und den Insulinausgaben beschäftigt.
39 Diabetikerpersonen sind gekommen, und nachdem uns Eliman noch ein Lunch serviert hatte, sind wir gegen 17 Uhr, einigermaßen ausgelaugt, zurück ins Bakotu.
Freitag, 17. April
Wir waren heute bei Eliman privat eingeladen, Haddy, seine Frau, hatte vor genau 2 Wochen ein Babygirl, Ya Sohna, geboren, und heute war die "Naming Ceremony". Wir sind leider verspätet angekommen, Abou, unser Taxifahrer musste Baumaterial für sich besorgen. Haben uns a bissle geärgert...
Der Alkalo von Sinchu Alagie hat grad seine Rede gehalten, aber in Wolof - haben nix verstanden. Es war eine reine Männerveranstaltung, fast alle sind nach der Rede und dem Frühstück gegangen.
Wir waren gut beschäftigt mit Schwätzen und Essen, und mit dem Spielen der vielen Kinder.
In der Nachbarschaft und im Haus selbst wurde anschließend fleißig gekocht. Am Nachmittag kamen dann viele Frauen, das Mittagessen war gegen 16.30, und es war schon fast dunkel, als wir wieder ins Bakotu zurück sind. Das Abendessen haben wir freundlich abgesagt.
Ein ganz liebes Dankeschön an die Familie Jobe für diesen Tag, es war ein tolles Erlebnis für uns alle, waren wir in den letzten 23 Jahren noch nie bei einer Taufe eingeladen!
Samstag, 18. April
Unser zweiter Labortag war dann doch etwas entspannter. Ines, Katja, Jürgen, Gudrun und ich sind um 9.30 Uhr losgefahren. Die Bilder hier sind mit einem kurzen Text versehen, am besten schaut ihr sie an! Der Rest unserer Gruppe ist im Hotel geblieben.
Drei neue Typ1er sind einfach so mitgebracht worden, klar, wir haben sie geschult und versorgt. Aber: wir können halt nicht noch mehr Personen ins Projekt aufnehmen, weil wir absolut zuverlässig die versorgen müssen, die wir haben. Immerhin sind es bei den Teststreifen an die 130 Typ1er!
Erfreulich ist, dass es bei fast allen definitive Verbesserungen gibt, von den 63 Ergebnissen vom Donnerstag und heute sind es grad mal 4 Personen mit einem Hba1c >14%!
Sonntag, 19. April
Heute hatten wir uns eine Auszeit gegönnt. Ines, Gudrun und Roland haben sich am Strand entspannt, alle anderen sind zu einer Bootstour auf dem Gambiafluß gestartet.
Montag, 20. April
Ein Besuch bei Binta Sillah in Faji Kunda stand auf dem Programm. Vor zwei Jahren hatten wir sie auf eine ICT eingestellt, mit der sie super zurecht kommt. Es ginge noch ein bißchen besser, ihr Hba1c ist 7,8%. Wir hatten die Idee, dass sie ein "Diabetes Patenkind" bekommt. Wir denken an Mariama Sallah, und haben sogleich mit ihrem Vater Amadou telefoniert, und er hat einer "Betreuung" zugestimmt. Den Versuch ist es wert!
Weiter ging es nach Mandinary zu Ebrima Jobarteh. Wegen ihm hatte uns eine Hausärztin in Deutschland Ende Januar angefragt, ob wir ihn versorgen können. Ousman Ceesay hatte das Ende Januar mit der Insulinschulung übernommen, zunächst mit CT. Vier Wochen später haben wir ihn auf ICT über WhatsApp umgestellt. Er hat sich von Anfang an so zuverlässig entwickelt, dass er nur noch gute Werte hat. Seit Ende Januar hat er bis heute (April) 20 kg zugenommen. Er hat 11 Kinder, hat eine nette Frau, und er sagt, er ist voll verantwortlich für seine Familie. Er hält sich mit dem Verkauf von Brennholz über Wasser, und ein paar 100 Meter weiter hat er vor Jahren angefangen, ein Haus zu bauen. Der Rohbau steht - das Geld fehlt. An dieser Stelle ein Dankeschön an die Ärztin, seinen Bruder und weitere Spender, da fällt es leicht, eine weitere Person mit Insulinen und Teststreifen zu versorgen.
Dienstag, 21. April
Nachdem wir heute am Morgen einige Medikamente in die Pakala Klinik gebracht hatten, sind wir anschließend zu Sara Loetz ins Edward Franzis Small Teaching Hospital, um ihr einiges an Insulinen dazulassen. Sie hat erzählt, dass es derzeit keine Ärztin/Arzt im Krankenhaus gibt, der sich für Diabetiker interessiert. Ihre Mission wird im Juli nach 3 Jahren enden.
In der Pakala Clinic haben wir Momodou Njie getroffen, er hat dort auf uns gewartet. Ob seine Diagnose mit einer Hirnblutung stimmt, wird sich die nächsten Tage bei einem erneuten Scan herausstellen.
Anschließend ging es in die Banjul Oxygen Factory, um unsere an Diabetiker ausbezahlten Gelder zurückzuzahlen. Ade, der Sohn von Mr. Manly-Elliott (Kwamla), hat uns dort erwartet. Danach mussten wir in die Africmed-Klinik, bei einem unserer Mitreisenden war eine Zahnprothese gebrochen.
Ein Teil unserer Gruppe (Joanna, Steffi, Katja und Elmar) sind heute am Morgen früh aufgebrochen, um den Fatala-Nationalpark im Senegal zu besuchen. Um 6.30 Uhr ging es los, zur Fähre in Banjul, übersetzen, Ankunft in Barra, Weiterfahrt zum Park und wieder zurück. Um 14 Uhr war die Gruppe schon wieder zurück - das ist Rekordzeit!
Mitttwoch, 22. April
Unser erstes Ziel war die Familie Jallow in LabakOreh. Sirra und Modou (er hat letztes Jahr im Juli Typ1 bekommen) waren da, und der Vater Essa (Typ2). Sirra hat den Wunsch, am "Turntable" (Wullinkama Garage), einen Shop zu mieten, und dort dem Umfeld gambisches Essen anzubieten. Wir sind dorthin gefahren, um den Shop anzuschauen. In einer Seitenstraße hinter dem Kreisverkehr, in der Nähe der Africmed-Klinik, etwas abseits, gibt es ein paar Shops. Die Halbjahresmiete beträgt 75.000 Dalasi, das sind ca. 890€. Vor Ort haben wir alles diskutiert, und beschlossen, ihr das zu finanzieren. Die beiden Bilder sind aus ihrem WhatsApp-Status vom 5. Mai! Sirra hatte vor einem Jahr ihre Köchinnenausbildung abgeschlossen. Wir werden sehen…ist die letzte "Investition" von unserem Verein!
Anschließend sind wir zum Westfield, dort betreibt der Vater von Isatou Dalanda Jallow einen Smartphoneshop. Dalanda ist nun fast 7 Jahre alt. Seit April 2021 hat sie Typ1. Ihre Mutter ist damals in den Senegal zur Diabeteseinstellung gereist. Ende Februar 2026 hatte die Familie mit uns Kontakt aufgenommen. Wir haben sie ins Labor geschickt, ihr Hba1c war 9,2%.
Die Mutter Kaddijatou dokumentiert alles richtig toll. Wir konnten ihr im Gespräch ein paar weitere Tipps geben, die sie umsetzen soll, um einen besseren HbA1c zu erreichen. Beim Abschied hatte sie uns erzählt, dass sie grad in Scheidung leben.
Eliman hat uns am Abend im Bakotu mit Chicken Yassa versorgt, der Anlass war die Genehmigung unseres Antrags bei der SEZ (Stiftung EntwicklungsZusammenarbeit, Stuttgart). Am Morgen kam die Mail, dass sein Projekt, eine kleine Klinik aufzubauen, voll unterstützt wird. Super, Danke! Nun kann es losgehen mit dem Bau, das Grundstück ist ja schon vorhanden!
Donnerstag, 23. April
Gestartet sind wir heute um 11 Uhr, nach Brikama. Ousman haben wir in Sukuta aufgegabelt, der Verkehr war heftig, ständig halten die Buschtaxis an und blockieren die Straßen. Suleyman war noch nicht da, er war mit seinem Vater um zwei Ecken auf dem Feld.
Als er kam, konnten wir in sein Messgerät schauen. Die Durchschnittswerte der letzten 90 Tage waren alle um die 14 mmol, das sind ca. 250mg, das reicht uns nicht aus. Also wieder Diabetesunterricht, mehr messen! Mit einem Nüchternblutzucker von 4,6 mmol (84 mg) am Morgen hatte er 1/2 Brot mit Kartoffeln plus Ketchup gegessen, und hatte jetzt 26 mmol….(480 mg). Also erklären, dass 2 Einheiten halt nicht ausreichen. Amadou, der Vater, Mariama, die Mutter und Alimatou, seine Schwester haben aufmerksam zugehört, sie sollen das halt umsetzen please.
Weiter ging es zu Amie Colley nach Faji Kunda, sie hatte uns zu einem Lunch eingeladen, das war super lecker! Sie hat einen Dexcom7 bekommen, und versucht, ihren verschlechterten HbA1c zu verbessern. Ihr Backofen ist nun bezahlt, sie hat uns versprochen, am Samstag was Gebackenes ins Bakotu zu bringen!
Im Schritttembo ging es durch den chaotischen Verkehr zurück ins Bakotu.
Freitag, 24. April
Gleich am Morgen kamen einige der Früchteverkäuferinnen vom Strand zum Blutzucker- und Blutdruckcheck. Nach dem Frühstück ging es zum 3. Labortag ins Labor nach Sinchu Alagie. Weitere 21 Personen kamen heute, und Gudrun, Katja , Ines und Roland haben alles gemanagt. Am Nachmittag kam der neue Insulinkühlschrank dran: alles Insulin ausräumen, sortieren, und nach den Namen, Stückzahlen und Haltbarkeiten sortieren, und wieder einräumen. Das, was nun drin ist, muss bis November ausreichen, das ist nun sicher. Seit November 2025 wurden 230 Pens vom Mahlzeiteninsulin, 100 Pens vom Basalinsulin, 30 vom Mischinsulin und 30 vom Protaphan abgeholt. Der Bedarf steigt, wegen den neuen insulinpflichtigen Diabetikern.
Ein Besuch bei Kwamla hat den Tag abgeschlossen.
Samstag, 25. April
Wir haben uns alle heute, am vorletzten Tag, etwas Ruhe gegönnt. Ein paar Stunden am Strand, ein Spaziergang zum Leybato, und begonnen, die Koffer zu packen.
Basiru Njie kam noch, um sein Schulgeld abzuholen, das war es für heute.
Der Rest der Bilder vom Samstag ist eine bunte Mischung aus unseren Eindrücken!
Sonntag, 26. April und Montag
Am Vormittag hat uns Abou, unser Taxifahrer und Freund, abgeholt. Ihr erinnert euch an die Spendenaktion "GoFundMe" vom November? Wir haben uns mit den Familien getroffen, die von der abgebrannten Hauszeile in Manjai betroffen waren. Ein Neuaufbau hat noch nicht begonnen, wann das soweit ist, steht in den Sternen. Aus dem Areal wurden einiges gestohlen, zum Beispiel die Wellbleche der Dächer, und einige Möbelstücke, Elektrokabel aus den Wänden und mehr. Wir konnten jeder Familie 1750 € überreichen, und sie waren sichtlich superglücklich darüber, dass ihnen geholfen wurde.
Am Nachmittag kamen Isatou Jallow und Ousman Ceesay ins Bakotu, für die übliche Gesprächsrunde. Wie geht es weiter? Was können wir besser machen?
Nach der Mail von Turkish Airlines, dass unser Abflug 1 Stunde später erfolgen soll, sind wir um 17.30 h zum Flughafen. Der Abflug war pünktlich, so haben wir den Anschlussflug in Istanbul nach Stuttgart gut erreicht.
Am Montagnachmittag waren alle aus unserem Team zuhause, vielleicht noch etwas müde….
Das, was hier auf dieser gesamten Seite steht, ist echt und nicht von KI, und gibt nicht alle Eindrücke und Erlebnisse unserer Gruppe wieder! Dafür bitte ich um Verständnis.
Eurer Roland































































































































































































