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Reisebericht 11. Mai bis 1. Juni



11. Mai, Anreisetag


Dabei waren: Iris und Hermann Schreiyäck, Christa de Rossi, Gudrun und Roland, und Brigitte ist mitgeflogen.

Das ist nicht neu: der Wecker klingelt um 1.45h, Brigitte und Christa haben bei uns übernachtet. Astrid-Taxi kommt um 3h, mit Holger, unserem Fahrer, laden wir unsere Koffer ein. In Schwenningen holen wir Iris und Hermann ab, und fahren zum Flughafen nach Stuttgart. Pünktlich um 6.35 h starten wir, 1 Stunde später sind wir in Brüssel. Von dort geht es weiter um 11.20h nach Dakar, wir landen auf dem komplett neuen Flughafen dort, und sind pünktlich in Gambia. Dr. Gaye flog mit uns ab Brüssel, und der neue (alte) Flughafenchef Abdoulie Jammeh ebenso. Er hat uns letztendlich geholfen, die beiden Koffer mit dem Insulin und das restliche Gepäck ohne großen Aufwand rauszubringen. Unser Hotel war diesmal das Kololi Beach Ressort, in der Nebensaison haben die meisten Hotels hier geschlossen.
Koffer auspacken, noch was essen im Hotel, und dann entspannt einschlafen.


Samstag, 12. Mai, Ankommen in The Gambia


Arafang, unser Freund aus Berending, kam uns besuchen. Wir hatten dieses Mal das Kololi Beach Ressort gebucht, die meisten Hotels sind in der Nebensaison (ab Anfang Mai bis Ende Oktober) geschlossen.
Kommt ein Besucher hier ins Hotel, muss er sich unbedingt registrieren lassen. Ist ja nicht schlecht...Ein kleiner Empfang im Hotel, ansonsten haben wir für den Sonntag einen Ausflug gebucht. Musste mit Abley, dem Fahrer von Dr. Gaye, zu Africell, habe meine deutsche Simcard aus meinem Iphone nicht rausbekommen. Und Geld mussten wir auch noch tauschen. Der Wechselkurs ist ok, 1:53,5.


Sonntag, 13. Mai, Kunta Kinteh Island


Gestern Abend beim Empfang im Hotel haben wir einen Ausflug gebucht. Um 7.40 h sind wir in den kleinen Reisebus gestiegen, der uns zum Hafen nach Banjul gebracht hat. Von dort ging es mit dem Boot nach Juffureh und Albreda, dann auf die kleine Insel "Kunta Kinteh Island" (seit 2011 heißt die Insel mitten im Gambiafluss nicht mehr James Island)
Eine Führung dort, ein Besuch bei der Bürgermeisterin in Juffureh, und anschließend bei einer älteren Dame, die die 8. Nachfahrengeneration von Kunta Kinteh sein soll - mit Zertifikat!
Am Abend haben wir mit Lamin Dibba die nächsten Tage geplant, den 14. und den 15. Mai.


Montag, 14. Mai


Heute morgen haben wir uns vorgenommen, drei Familien mit Diabetikern zu besuchen. Lamin Dibba hat uns begleitet. Unterwegs haben wir für jede Familie je 1 Sack Reis (50kg) gekauft.
Zunächst sind wir zu Muhammed, denn er sollte um 12.30h in die Schule. Sein Fahrrad hat er verkauft....er läuft nun zur Schule. Sein Messgerät hat er sich stehlen lassen, für Nachschub wird gesorgt. Im Moment sind keine verfügbar, dauert noch 4 Wochen, bis der Nachschub in der Pakala Klinik ist.

Danach ging es zu Fatou Janha, sie wohnt seit Januar in Sinchu Alhagie, zusammen mit ihrer Mutter und der Oma. Ihr haben wir im November das Geld dagelassen für neue Zähne. Für 160€ ist alles bezahlt, und das Produkt ist ok!!

Weiter ging es zu Fatima S. (Susann) Mendy. Nachdem ich sie gefragt hatte, ob sie am Morgen gemessen hatte, hat sie ja gesagt. Wir haben im Messgerät aber nichts gefunden. Lamin hatte seinen Laptop dabei, und wir haben ihr Messgerät ausgelesen. Überraschung: alle paar Tage eine Messung, dann aber innerhalb von 6 Minuten 8 Messungen...wir haben ihr den richtigen Weg aufgezeigt.
Wir haben die ICT-Insuline mitgenommen, und ihr erklärt, wie alles ablaufen soll.
Damit nichts passiert, haben wir uns den Insulinvorrat bringen lassen. Es wurde uns ein Eimer aus dem Kühlschrank der Nachbarschaft gebracht. Da waren 100 Pens drin - alle leer....Nett: wir wurden zum Lunch eingeladen, Gerne!
Mit Eva waren wir ein weiteres Mal im Kaddy Kaddy,einem Lokal für Einheimische: statt 350 Dalasi hat das Chicken Yassa nur 50 gekostet!


Dienstag, 15. Mai


Vor fast zwei Jahren hatten wir Kontakt zu Waltraud Haid bekommen. Von ihr hatten wir damals etliche Packungen Insulinnadeln bekommen und im Container 2017 mitgenommen.
Das Projekt, das Waltraud begleitet, heißt "Sozialis für Gambia" und befindet sich in Brufut, ist für Schüler kostenlos. Schneider, Schreiner und Frisör kann dort gelernt werden. Die Ausbildung geht 3 Jahre.
Waltraud möchte gerne dort eine Gesundheitsstation aufbauen mit einem Arzt. Unsere Unterstützung haben wir zugesagt.

Weiter ging es zu Arafang, auf dem Weg dorthin konnten wir beobachten, wie in Gambia digitalisiert wird.
Seine Frau Ramatoulie ist zurück, die beiden großen Kinder, Maimuna und Yahya leben bei der Verwandtschaft in Kuloro.
Ansonsten ist das Bohrloch trocken, im Brunnen wenig Wasser. Lamin Dibba hat uns begleitet, und er hat einen Polizeichef als Freund. Das Arrangement ist, dass Arafang mit zwei weiteren Personen aus Berending am nächsten Tag zur Polizei geht, und sich eine Bescheinigung ausstellen lässt, dass alles bezahlt ist. Wo immer der Bohrlochmann auftaucht, soll die Polizei eingeschaltet werden, sogar eine Person aus der Verwandtschaft eingesperrt werden, bis alles funktioniert (2 Wochen später haben wir erfahren, dass der Chef von der Polizei besucht worden ist. Sie haben dort eine Cannabisplantage gefunden).
Ramatoulie hat uns ein tolles Chicken Domoda serviert.
Am Abend hat uns Dr. Gaye noch im Hotel besucht, und eine Stechmücke im Schlafzimmer....


Mittwoch, 16. Mai


Erst gestern Abend hat uns die Nachricht von Elliott erreicht, dass das Bill of Lading (das Papier wird per Express nach Gambia geschickt an die Person, die alle Formalitäten für den Container im Hafen erledigen muss), es sollte seit dem 30. April in Gambia sein, endlich aufgetaucht ist. Es lag bei UPS in Banjul. Nun fehlt noch der Container, wir erwarten ihn am 25. Mai (haben wir gedacht...).
Ein Besuch in einer Batikfabrik am Vormittag, und ein kurzer Abstecher in die ASB-Klinik in Banjul, gegen Abend hat uns Brigitte mit Alieu besucht, ansonsten war es ein ruhiger Tag.
Übrigens: heute hat der Ramadan begonnen.


Donnerstag, 17. Mai


Heute haben wir uns mal 100km ins Landesinnere aufgemacht, nach Arangallen (bei Soma). Dort ist die Cashewplantage von Alieu Badjie, die er mit Brigitte aufgebaut hat.
Hier ein paar Eindrücke.
Schlechte Nachrichten vom Container: das Tracking heute Abend hat ergeben, dass er in Algeciras nicht verladen wurde. Neuer Ankunftstermin ist nun der 1. Juni, unser Abreisetag!!??


Freitag/Samstag, 18./19. Mai

Gerhard Rauter


Die Tage davor hatte Lamin Dibba und wir die beiden Tage in der Pakala-Klinik vorbereitet. Mit dem Abou-Taxi sind wir um 9 Uhr los und haben gleich mit den Messungen begonnen. Gudrun mit Jim im Labor, Iris und Hermann haben die Finanzen ausbezahlt. Am Freitag 22 Diabetiker, am Samstag 25, viel diskutiert, viel geredet, Korrekturen angebracht in der Therapie, immer in Absprache mit Dr. Gaye. Und immer wieder erklärt, erklärt, erklärt. Das größte Problem der Gruppe ist nach wie vor die Anzahl der Blutzuckermessungen pro Tag - viel zu wenig, und die unterschiedlichen Insuline, die gespritzt werden.
Toll: Lamin Dibba macht einen guten Job. Bei Sait Dem ist das besonders gut festzustellen. Er hat 9 kg seit November an Körpergewicht zugelegt, sein HbA1c ist 10, im November noch >14 (das kann durchaus auch 19 gewesen sein). Bei Kalifa ist es ähnlich.
Gegen Abend haben wir unser ältestes Mitglied vom Flughafen Yundum abgeholt, Gerhard Rauter. Er möchte gerne mit uns zusammen die Diabeteswelt in den Familien erkunden.
Der Einladung am Abend zum Dinner bei Eliman sind wir gerne gefolgt.


Sonntag, 20. Mai


Heute gab es einen echten Urlaubstag. Nach dem Frühstück sind wir am Strand entlang gelaufen, Richtung Kotu, und dann zum Leybato. In der Umgebung des Bakotu-Hotels sind bis auf das Sunset alle Hotels geschlossen. Unser romantisches Lieblingsrestaurant, das Paradise, wird gerade abgerissen.
Hier ein paar Urlaubsbilder.


Montag, 21. Mai


Lamin Dibba kam um 9 Uhr zum Frühstück, kam mit Hypo an....Abou, unser Taxidriver, hat Lamin, Gerhard und mich um 10 h abgeholt. Wir sind zunächst zu Basiru Njie in Kotu. Haben für die Familie 50 kg Reis mitgebracht. Seine Mutter hat mir am Samstag in der Pakala gesagt, sie wolle ihn wegen dem Diabetes nicht mehr haben. Sie verstehe und könne alles nicht, was mit dem Diabetes zusammenhängt. Was wir vorher mit Lamin besprochen haben: er könnte ihn in seiner Familie aufnehmen und betreuen. Kindergarten und Schule ist bei ihm um die Ecke. Am Nachmittag soll der Familienrat tagen, und uns die Entscheidung mitteilen.
Weiter ging es nochmals zu Muhammed. Gerhard wollte ihn kennenlernen. Der Laptop tut keinen Mucker mehr. Wir haben Muhammed in die Schule gefahren. Mit dem Schulleiter Kamara habe ich über eine Ausstattung eines Raumes mit Labdoo-Laptops gesprochen, sie sind sehr interessiert, bauen zur Zeit an neuen Räumen.
Weiter ging es zur Familie Singateh und dem Diabetesmädel Fatoumata. Dort hat es im Februar gebrannt, jedenfalls ist die Hütte (sorry) im hinteren Teil verkokelt . Acht Kinder plus Fatoumata plus Eltern...Gerhard hat sich entschlossen, zu helfen, mit einer Patenschaft für Schule und Diabetes.
Auf dem Rückweg ein Kurzbesuch im Gudrun Medical Lab in Sinchu Alagie, Gerhard hat sein Cholesterin messen lassen.


Dienstag, 22. Mai


Gudrun, Iris und Roland sind heute Morgen zu einem kurzen Besuch in die Pakala Klinik nach Banjul. Anschließend haben wir Amie Jobe besucht. Sie lebt wieder bei ihrer Schwester Ndey Fatou, allerdings muss sie die Nacht woanders verbringen. Ihr Hba1c ist >14, wie immer. Immerhin hat sie ihr Messgerät noch, und misst 4x am Tag. Sie möchte gerne einen Shop eröffnen, das geht ohne ein Hba1c unter 8 gar nicht, haben wir ihr verständlich klargemacht.
Aus der Familie von Basiru kam die Nachricht, dass er bei Lamin Dibba einziehen kann. Das wird er selbst regeln, da machen wir keine Vorschriften.

Hermann ist mit Baba zur See, sie haben 3 Fische mitgebracht. Den größten Butterfisch haben wir ins Hotel mitgenommen, er wurde uns zum Abendessen serviert.


Mittwoch, 23. Mai


Heute Morgen kam die gute Nachricht, unser Container ist heute Nacht in Algeciras um 2.44h auf die JSP Sleidner verladen worden. Die Ladeliste kam per Mail von DBSchenker, und unser Agent Musa Bah hatte nun die Aufgabe, die Papiere fertig machen. Ankunft bliebe vorläufig der 1. Juni. Mal schauen, wie wir damit fertig werden.
Zunächst sind wir nochmals zum zweiten Ableger des Socialis nach Brufut, einer Schule, die super organisiert ist.
Am Nachmittag ging es zu den Jallows nach Labakoreh, sie haben jetzt einen kleinen Shop am Haus, den die beiden Brüder von Sirra, Modou und Momodou, betreuen.
Zum Abendessen waren wir bei Brigitte und Alieu in Yuna eingeladen. Alieu hat einen großen Wasserturm gebaut, um den Wasserdruck im Haus zu erhöhen. Ein toller Tag.


Donnerstag, 24. Mai


Heute Morgen sind wir nochmals in das Skillcenter nach Brufut. Waltraud war natürlich da, wir haben nochmals über die kleine Gesundheitsstation gesprochen. Gudrun hat ihre Kleider bekommen, sind super geworden. Anschließend sind wir weiter nach Gunjur, um Musa Sanneh und Abdulrahman Jatta zu besuchen. Musa hat nun seine Schule fertig, und wartet auf sein Ergebnis in ca. 4 Wochen. Abdulrahmans Schneiderei läuft.
Auf dem Rückweg drf ein Besuch in Tanji nicht fehlen!
Wegen dem Container steht unser Heimflug am 1. Juni in den Sternen....


Freitag, 25. Mai


Heute ist "Happy African Day" und deshalb ein Feiertag. Iris und Hermann packen ihre Koffer und müssen heute Abend zurück fliegen.
Lamin und ich haben heute hier im Hotel zusammengesessen, wir haben die unterschiedlichen Daten, die wir über die Diabetikergruppe haben, auf eine einzige Karteikarte übertragen. Nun haben wir eine gute Übersicht über Wohnort, Geburtsdatum, Telefonnummern, die aktuelle Therapie, Messgeräte usw. Bei ca. 50 Diabetikern ein Tagwerk.
Eliman kam mit dem Lunch ins Hotel, gekocht von seiner dritten Frau Haddy. Gudrun hat Iris und Hermann zum Flughafen begleitet. In der Zeit kam Rilwan Lowe ins Hotel, einer der älteren Diabetiker. Er arbeitet in Serrekunda als Tankwart. Ihm wollten wir eine finanzielle Unterstützung für die Familie zukommen lassen.


Samstag, 26. Mai


Ein entspannter Tag heute, ein langer Spaziergang am Strand mit Gerhard. Er muss heute seine Koffer packen.
Am Nachmittag sind wir um 16.30 zum Flughafen losgefahren. Der Verkehr ist mittlerweile so unberechenbar, dass die Abfahrt mehr als rechtzeitig erfolgen muss.
Wieder zurück, haben wir versucht, unseren Container zu finden. Im Internet gibts ein Trackingtool, da haben wir tatsächlich rausgefunden, dass morgen, am Sonntag, das JSP Sleidner um 10 Uhr anlegen soll. Ein Anruf bei unserem Clearing Agent hat das bestätigt.


Sonntag, 27. Mai


Nach dem Frühstück ging es Richtung Brikama. Lamin Dibba haben wir in Farato an der Moschee aufgegabelt, und sind zu Familie Jallow in Brikama. Die Familie haben wir über Ousman Jammeh, den ehemaligen Pflegedienstleiter des RVTH, kennengelernt. Die adoptierte Tochter aus Guinea, Suwadou, ist sieben Jahre alt und hat seit April 2017 Typ1. Zusammen mit Lamin haben wir die Eltern ausführlich über die Handhabung des Insulins (30/70) und das Drumherum beraten. Sie nutzt eine Flasche mit dem Insulin und eine Insulinspritze. Die Blutzuckerwerte am Morgen sind ganz ok, am Nachmittag und gegen Abend hat sie viel zu hohe Werte. Da ist ein zusätzliches Mahlzeiteninsulin angesagt. Lamin wird das die nächsten Tage übernehmen.
Ein Kurzbesuch bei den Mannehs in Brikama (der Verwandtschaft von Susanne), dann sind wir zur Verwandtschaft von Christa. Dort waren wir zum Lunch eingeladen, trotz Ramadan. Ein tolles Chicken Yassa wurde uns serviert (der Hahn ist am Morgen noch rumgelaufen, sorry...)


Montag, 28. Mai


Per Mail kam von DBSchenker die Nachricht, das Schiff sei vor oder schon im Hafen. Time is running. Wir hocken unverrichteter Dinge im Kololi Beach. Elliott und Bah kümmern sich um die Papiere des Containers. Es wird noch dauern?
Wir haben uns entschlossen, Adama Lowe zu besuchen, und sind gegen 12 Uhr aufgebrochen. Die Fahrt um diese Zeit nach Serrekunda ist der absolute Hammer. Vom Hotel aus sind es 10 km. Nach 1,5 h hatten wir unser Ziel erreicht. Wenn das mit dem Autoverkehr so weitergeht, gibt es die nächsten Jahre einen Kollaps - wenn das nicht schon einer ist....
Dort angekommen, saß Adama mit ihrer Tante im Wohnzimmer. Die Tante soll vor ein paar Monaten alles, was vorhanden war, aus dem Beautyshop mitgenommen haben. Wir haben es angesprochen, und dann haben beide losgelegt mit ihrer Geschichte. Hmm.
Den dritten Shop hat Adama nun alleine, es steht wenig drin. Sally, eine Freundin, macht dort die Frisuren, Adama kann es nicht. Und gemessen hat sie auch wieder nicht, erst als sie wusste, dass wir kommen.
Haben unseren Containeragenten angerufen. Er muss morgen an den Papieren von Maersk weitermachen, dann müssten wir unseren Container haben? Ein Besuch im Hafen, um nach dem Schiff zu schauen - tatsächlich, da draußen liegt es...


Dienstag/Mittwoch, 29. und 30. Mai


Heute morgen haben wir zunächst unseren Flug umbuchen lassen, auf den 6. Juni, ebenso den Hotelaufenthalt verlängert. Christa fliegt am Freitag heim, Gudrun und ich wollen/müssen bis Montag, eventuell bis Mittwoch, bleiben, sonst wird es schwierig. Musa, unser Clearing Agent, ist mit den Papieren fertig im Hafen. Er meint: am Mittwochmorgen müsste der Container den Hafen verlassen können - falls das Schiff angelegt hat...

Ok. Nach dem Anruf bei DBSchenker in Stuttgart und dem Anruf von Elliott bei uns scheint es klar: am Freitag soll das Schiff am Kay anlegen. Ob die Container noch an diesem Tag entladen werden, ist fraglich, denn am Freitag wird nur ein halber Tag gearbeitet. Dann wird es Montag ):- Hmm
Heute Morgen sind wir nochmals mit Lamin Dibba zu den Jallows nach Brikama. Wir hatten das Novomix 30/70 und Novorapid aus der Klinik im Gepäck, und haben eine zweite Schulung gemacht, CT plus Mahlzeiteninsulin. Ist immer aufwändig, Mama, Papa und Suwadou haben gut zugehört.


Donnerstag, 31. Mai


Ausschlafen, einen langen Spaziergang am Strand, nochmals einige Anrufe, um noch ein paar Leute in unser Containergeschehen einzubinden. Alle haben die Containernummer, kann da noch was schief laufen? Wir hoffen, dass es morgen klappt, so stand es ja eigentlich auch im Plan! Die JSP Sleidner liegt seit Sonntag draußen vor Anker, also müsste es am 1. Juni klappen. Da dreht sich nun alles drum! Mittlerweile wissen wir, dass Freitag, Samstag und Sonntag im Hafen gearbeitet wird.

Freitag, 1. Juni


Heute Vormittag sind wir nochmals zum Hafen gefahren, um nach dem Schiff zu schauen. Keine Veränderung, liegt draußen auf See vor Anker. Christa musste heute heimfliegen, wir haben sie zum Flughafen begleitet. Ärgerlich - sie hatte sich auf das Material im Container so gefreut - wollte unbedingt mithelfen!


Samstag, 2. Juni


Diabetesarbeit gibt es genug. Gudrun und ich haben Amie Colley in Abuko besucht. Ihr Langzeitzuckerergebnis ist immer um die 7%, obwohl sie kaum ihren Blutzucker misst. Die Familie lebt weiter in dem kleinen Compound, um die Ecke steht der Rohbau als Anbau am Haus ihrer Schwiegermama. Da gäbe es grad Ärger. Amie Colley möchte gerne wegziehen. So hätten wir gerne den Hausbau weiter unterstützt, aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt.
Ousman Jammeh hat uns im Hotel besucht, und einiges an Insulin für das RVTH mitgenommen.
Danke für die Einladung! Brigitte und Alieu haben heute Abend ihren 12. Hochzeitstag mit uns gefeiert.


Sonntag, 3. Juni


Ein Ferientag heute. Lamin Dibba kam mit Salieu John, beide werden den Weltdiabetestag im November organisieren. Wir konnten uns nochmals mit den Karteikarten beschäftigen. Die sind jetzt auf dem neuesten Stand: für Dr. Gaye, für Lamin und für uns.
Anja hat uns am Nachmittag besucht. Sie ist nun schon seit über 9 Jahren in Gambia, arbeitet nach wie vor in der Afrimed-Klinik im Bereich Wundpflege.
Unser Sorgenkind Container: mit dem Tracking der Containernummer auf Maerskline sind wir jetzt beim 5. Juni angelangt!!!! Die JSP Sleidner da draußen macht keinen Mucker...


Montag/Dienstag, 4. und 5. Juni


Montag, 4. Juni
Unseren Flug haben wir nochmals umbuchen lassen auf den kommenden Freitag. Eliman und Haddy haben uns besucht. Für heute stehen weitere Besuche auf dem Plan. Wenn Lamin Dibba aus der Klinik zurückkommt, gehts los.
Um die Mittagszeit sind wir nach Sukuta zur Familie Bojang, nicht ohne 1 Sack Reis mitzunehmen.
Die beiden Söhne Kalifa und Karamo haben Typ1, der Bruder Demba ist vor ca 3 Jahren gestorben, er hatte ebenfalls Diabetes.
Messgerät zeigen lassen, die Insuline, die Spritzzeiten erklären lassen, die Insulindosis, Pens anschauen. So kommen wir immer einen Schritt weiter, und der Betroffene auch. Karamo, der Ältere der beiden, hat zwei identische Insuline in den Pens: Mischinsulin 30/70. Einer davon sollte allerdings ein Mahlzeiteninsulin sein...Vorrat hätte er keinen mehr....sein jüngerer Bruder Kalifa hatte aber genug davon...sprechen die beiden nicht darüber??

Dienstag, 5. Juni
Nach einem entspannten Morgen sind wir zu Ndey Fatou Bahs Familie nach Tabokoto, da stand die Umstellung von Mixtard auf ICT an. Zusammen mit Lamin Dibba sind wir dort hin gefahren.....
die beiden sind ein Herz und eine Seele....


Mittwoch, 6. Juni


Am Morgen ein Spaziergang am Strand. Das Tracking hat nun tatsächlich gezeigt, dass sich unser Schiff um 11Uhr bewegt hat. Ein paar Regentropfen sind gefallen...Am Nachmittag hab ich vor lauter Ungeduld Abou, unseren Taxifahrer angerufen, wir sind zum Hafen gefahren. Sauber, die JSP Sleidner lag am Kay, und fleißig wurden Container ausgeladen.


Donnerstag, 7. Juni

Damit ihr nicht soooooviel lesen müsst, fasse ich die nächsten 3 Tage zusammen.

Donnerstag
Heute Morgen bin ich zum Brüssels Airlines Büro hier um die Ecke am Senegambia und habe unseren Heimflug für den 11. Juni gebucht. Leider ist der Flug von Brüssel nach Stuttgart ausgebucht, so müssen wir nach Frankfurt und von dort mit dem Zug nach Stuttgart.
Telefonate hin und her, um 10.30 hieß es dann, Container kommt gleich aus dem Hafen. Um 16.30 war es soweit, er bog in die Straße am Lager ein.
3 Lkw zum Umladen standen bereit. Es ging los...Um 19 war alles ausgeladen.

Freitag
Heute morgen kam Lamin zum Frühstück, wir sind gegen 9.30h zum Lager in Bijilo. Dort musste alles organisiert und sortiert werden. Etliche Familien wurden versorgt, und vieles weggefahren. Die erste Fuhre ging nach Brikama, Lamin und Abuko, die zweite nach Sinchu Alaghie und Sukuta,usw. Lamin hat die Transporte begleitet, Gudrun und ich waren im Lager mehr als beschäftigt.

Samstag
Heute Morgen ging es weiter, Klamotten sortieren, Fliesen einladen, die sind zum Teil nach LabakOreh und Berrending und nach Brikama geliefert worden. Mit Lamin Dibba haben wir eine Liste erarbeitet, wo die Matratzen und Bekleidung hinkommen sollte. Er hat die Transporte begleitet, und am Nachmittag war fast alles weg. Dr. Gaye hat noch ein paar medizinische Geräte bekommen, und ins Hotel haben wir einige der Hemden von Fa. Schütz mitgenommen.
Alle waren zufrieden, etliche haben angerufen und sich persönlich bedankt. Grad vorher haben die Singatehs angerufen, Danke, Danke, Danke. Für uns schon eine Motivation....


Sonntag, 10. Juni


Heute Morgen sind wir nochmals zum Lager, haben 10 Jugendliche eingeladen, die sich aus dem letzten Berg Klamotten, Decken usw. raussuchen konnten. Abou, unser Taxifahrer, hatte alle am Kreisverkehr abgeholt und zum Lager gebracht. Den Heimweg haben sie im Buschtaxi angetreten, mit kleiner finanzieller Unterstützung. Um die Mittagszeit wir unser Lager leer.
Wir konnten uns noch ein wenig entspannen.


Montag/Dienstag, 11. und 12. Juni


So, heute ist Abreisetag, nach 32 Tagen. Koffer packen, aus 5 mach drei...die letzten Stunden in der Sonne genießen...und ab ging es um 16 Uhr zum Flughafen Yundum.
Die Heimreise verlief problemlos - außer, dass wir in Frankfurt in den ICE nach Hamburg-Altona eingestiegen sind....


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