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Reisebericht 27. März bis 13. April



Anreisetag, 27. März


Morgens um 2 Uhr aufstehen, um 3.30 Uhr hat uns Rüdiger, Ehemann von Eva (und unser Vereinskassier), mit einem geliehenen Van abgeholt. Der Weg führte mit Eva, Alex, Gudrun und Roland zunächst nach Weil im Schönbuch, um Simone abzuholen. 5 Personen, 10 Koffer je 23kg, plus etliches Handgepäck.
Wir konnten pünktlich abfliegen um 6.55h, aussteigen in Brüssel, ab zum Terminal T 62, geplanter Abflug: 11.20 Uhr.
Und dort hat es angefangen, kräftig zu holpern. Als Simone gegen 11 Uhr (sie musste über Frankfurt fliegen) ankam, haben wir die Hoffnung aufgegeben, pünktlich zu starten. Neue Abflugzeit: 20 Uhr….Habt ihr schon mal auf einem Flughafen 11 Stunden gewartet? Dann wisst ihr Bescheid.
Also mussten wir bis zum Abend warten, Abflug um 21 Uhr, Ankunft in Banjul 2.3o Uhr, nach 6 Stunden Flugzeit. Dr. Gaye konnte ich nicht motivieren, uns am Flughafen abzuholen. So musste ich noch in Brüssel Mr. Elliott in Gambia darum bitten, er hat das echt organisiert!


Samstag, 28. März


Ankunft im Hotel um 4.30, unser "Bakotu" hatte schon am 15. März seine Pforten geschlossen, zu wenige Touristen. Deshalb haben wir dieses Mal das BB Hotel gebucht, direkt gegenüber: http://www.bungalowbeachhotel.com .
Auspacken, um 5.30 Uhr ab ins Bett. Schlafen bis um 9 Uhr, gemütliches Frühstück, wir hatten ja Zeit gewonnen.
Wir wollten am Vormittag in der Pakala-Klinik sein, aber der "Cleaning-Day" kam uns dazwischen. Bis 13 Uhr dürfen keine Autos fahren, und die Menschen dort sollen den Müll einsammeln.
16 Typ1er waren gekommen, es waren die bisherigen ICT'ler, und vor allem die 6 "Neuen". Um 14 Uhr haben wir mit den Messungen begonnen.
Christina aus Bayern war an diesem Tag dabei, sie macht grad ein Praktikum in der Pakala-Klinik.
Gegen 18.30 Uhr sind wir zurück ins Hotel, Abendessen, ab ins Bett.

Hier ein paar Eindrücke vom Samstag:


Sonntag, 29. März


Glaube, das hatten wir alle nötig, uns heute einen stressfreien Tag zu machen. Anja Rollmann kam und Lamin Badjie, und wir sind alle zusammen bis ins Leybato am Strand entlang gelaufen. Gegen Abend kam Lamin Dibba dazu, um seinen Laptop abzuholen. Einige Dinge mussten organisiert werden für Montag: Geld umtauschen, Telefonate führen wegen dem Container, usw.


Montag, 30. März


Alhage Sanyang vom Jammeh Foundation Hospital hatte sich um alle Papiere des Containers gekümmert. Soweit war alles fertig, er stand schon seit dem 17. März im Hafen. So dachten wir "eigentlich", Alhage findet einen LKW, lässt aufladen, und dann ab zum Lager. Das hat uns wiederum Kwamla zur Verfügung gestellt, so, wie im letzten Jahr.
Vom Hotel haben wir uns gegen 12 Uhr aufgemacht, und dann hieß es über Stunden: Warten, Warten!
Dann kam er endlich um die Ecke, gegen 16 Uhr.
Alieu Badjie war ebenfalls wieder dabei mit seinem Team, Modou, Eva, Gudrun, Simone, Alex und Roland, alle haben geholfen beim Abladen und Sortieren im Lager. Die großen Stücke draußen, die Kleineren in den Raum bei Kwamla. Ibrahim, der LKWfahrer, der Alieu Badjie geholfen hat, sein Material abzutransportieren, kam nochmals zurück, und Arafang in Berending ist nun stolzer Besitzer des Sigmaringer Gartenschauzauns. Gegen 19.30 Uhr sind wir zurück ins Hotel.
Hier die Eindrücke vom Ausladen:


Dienstag, 31. März


Nach dem Frühstück sind wir zum Lager aufgebrochen. Amie Colley, Lamin Dibba, Amadou Barry, Abdulrahman Jatta, Musa Sanneh, Muhammed Willan und Adama Lowe waren eingeladen und konnten sich für ihr Zuhause Sachen aussuchen. Niemand kam zu kurz. Vieles, was im Hof stand, konnte bis zum späten Nachmittag verteilt, geordnet und abgefahren werden, mit 3 LKW Fuhren.
Alhage Sanyang kam, und wir haben die Kosten für den Container beglichen: 70965 Dalasi, plus 15000 Dalasi Agentur, macht zusammen 85965 Dalasi, mit dem Wechselkurs satte 1653 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für den LKW, Lader usw., alles in allem nochmals um die 10000 Dalasi.


Mittwoch, 1. April


Gudrun hat sich gestern Nachmittag eine Erkältung zugelegt. Hätte sie und wir nicht gebraucht. Nancy hat Nasenspray und Hustensaft gebracht, und den Beamer plus Flipchart für den Workshop morgen. Haben nun 5 Doppelzimmer gemietet, für die 9 Typ1er des Sommerkamps, inclusive eines Seminarraums.
Amie Jobe hat angerufen, sie möchte ihr 1 jähriges Kind zum Workshop mitbringen. Aber das haben wir nicht erlaubt, sorry!
Ist grad schon dramatisch hier, die Situation der Einwohner in The Gambia. 50 kg Reis kosten inzwischen 1200 Dalasi (10€ sind ca. 530 Dalasi), letztes Jahr waren es 800. Aus Benzin E10 können wir leider keinen Reis, Mais oder Getreide mehr zurückverwandeln.
Es hat kaum Touristen aus Europa hier, im Hotel mit 120 Doppelzimmern sind wir fast allein. Der Holzschnitzermarkt ist voll mit tollen Figuren, und alle wollen was verkaufen!
Gegen Abend sind wir zum Lager von Kwamla, um weiteres Material zu verteilen.

Eva hatte sich im letzten Jahr mit Modou ("Alex") angefreundet. Modou hat sie natürlich mit ihrem Sohn Alex öfters eingeladen, um die Familie kennenzulernen. Hier ein paar Eindrücke:


Donnerstag, 2. April


Na dann, Gudrun’s Erkältung hat sich zu einer Lungenentzündung eskaliert, und wir haben heute Morgen gleich Dr. Gaye angerufen. Er kam, hat sie in die Klinik mitgenommen, und mit Antibiotika versorgt. Eva und Christina haben sie begleitet. Am Morgen war sie noch kraftlos in der Dusche zusammengebrochen.
Simone, Alex und ich haben mit Sorgen den Workshop aufgebaut. Sollten wir ihn absagen, verschieben?
Ab 15 Uhr kamen die Ersten, bis alle da waren, wurde es locker 17.30h.
Das sind die Namen der Teilnehmer:
Medina Jarju, Musa Sanneh, Ida Cham, Ya Siera Njie, Abdulrahman Jatta, Sheriff Sanyang (das sind die, die nun ICT spritzen werden), und von den "alten" ICT'lern waren dabei: Muhammed Willan, Adama Lowe und Isatou Jallow, zeitweise Lamin Dibba.
Vom Programm, das sie hier finden, sind wir abgewichen, weil die Zeit zu kurz geworden ist. Wir haben mit der Gruppe bis gegen 19.30 gearbeitet, vor allem Messen, Insulinspritzen, dokumentieren...
Um 20 Uhr sind wir aufgebrochen Richtung Bakau in das Haus, das wir schon letztes Jahr für unser Mittag- und Abendessen hatten. Gifty hat uns wieder bekocht. Danach zurück ins Hotel, zusammensitzen, alles nochmals mit den Teilnehmern besprechen, mussten bis 23.30 wach bleiben, wegen der letzten Blutzuckermessung.


Karfreitag, 3. April


Zusammen zum Frühstück, die gesamte Gruppe, das war Standard! Messen, BE-schätzen, Spritzen, dann Essen, wir sind oft korrigierend dazwischen gegangen. Wir waren ja zu dritt, und haben gut aufgepasst.
Wiederholung vom Vortag, "Was ist Diabetes", Grundlagen, Normwerte, Unter- und Überzucker und Folgeschäden, die Zeit verging wie im Flug. Ab zum Mittagessen. Gegen 16 Uhr kam Dr. Gaye, und hat nochmals ausführlich über Folgeschäden und das gesamte Projekt gesprochen.
Abmarsch zum Abendessen, immer vorher und nach 2Ankunft wieder messen, Werte besprechen, Essen verteilen, Spritzen, Essen.


Frühstück, Mittag- und Abendessen


Wir haben uns mit dem Dokumentieren, Messen und Spritzen viel Arbeit gemacht. Jede/jeder hatte zu Beginn ein Heft bekommen, mit dem Programm und mit Blättern, auf denen alles aufgeschrieben werden musste: Messzeit, Blutzuckerwert, geschätzte Kohlenhydrate, Insulindosis, besondere Ereignisse.


Samstag, 4. April


Am Morgen alles über Insulin, ICT-Therapie und CT. Für ein besseres Verstehen, weil einige am Morgen mindestens 1 ganzes Brot essen mit 6 BE, und dafür 10 bis 12 Einheiten brauchen. Bei einer CT Spritze am Morgen mit 25 Einheiten sind es also nur 7,5 E Mahlzeiteninsulin, das reicht hinten und vorne nicht für eine guten Nachfrühstückswert.
Nach dem Mittagessen haben wir uns den "Muhammed" vorgenommen, den Gudrun auf einem NovoNordisk-Seminar unter Aufsicht von Barbara Müller gebastelt hat. Die Gruppe hat ihn "Musa" getauft. Jeder Teilnehmer musste aufstehen und das entsprechende Organ auf den Musa kleben. Dabei konnten wir nochmals einiges wiederholen, z.B., wie aus Zucker im Körper Energie wird. Es war eine richtig lockere Runde. Allen hat es Spaß gemacht, und Gudrun war mit dabei, sie hat sich hochgerappelt.

Die sämtlichen gemessenen Blutzuckerwerte alles Teilnehmer finden sie hier!


Den Abschlusspunkt des Sommerkamps bildete die Lebensmittelkarten, die wir vor langer Zeit in Gambia hergestellt haben. Jeder bekam immer jeweils 3 Stück davon, und musste sagen, ob Zucker drin ist oder nicht. Geschätzte 80% waren in Ordnung, das Auffälligste waren die Eier, für die zwei aus der Gruppe Insulin spritzen wollten! Jede/Jeder musste eine Tabelle im Buch erstellen, und jeweils in die Spalte "mit Zucker" und "ohne Zucker" das Lebensmittel eintragen.

Nach dem Gruppenbild sind wir noch gemeinsam zum Abendessen, und haben dann die Gruppe verabschiedet, hoffentlich gut geschult!!


Ostersonntag, 5. April


Nach dem Frühstück stand das Aufräumen des Seminarraumes auf dem Programm. Gudrun hatte eine schlechte Nacht, alle 10 Minuten einen bellenden Husten. So sind wir zunächst in eine Apotheke, um Codein-Hustensaft zu kaufen. Ostereiersuche haben wir ausfallen lassen...
Eva, Simone und Alex haben einen Ausflug zur Lamin Lodge gemacht.
Am späten Nachmittag kam Dr. Gaye vorbei, einmal, um nach Gudrun zu schauen, und um sich zu verabschieden. Er fliegt morgen Abend für 14 Tage nach Indien, als Diabetologe.


Ostermontag, 6. April


Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg gemacht, um Adama Lowe, Amie Colley und Muhammed Willan zu besuchen.
Nach Jahren schlechter Blutzuckerwerte scheint es mit Adama Schritt für Schritt besser zu werden. Sie wurde von uns ja nochmals in den Workshop eingeladen. Von Angela haben wir ihr das Geschenk mitgenommen. Ihr Blutzuckermessgerät haben wir ausgelesen, und uns die Werte nochmals angeschaut. Im Sommerkamp hatten wir leider keine Zeit mehr dazu.
Amie Colley hatte im November geheiratet, und wohnt jetzt bei ihrem Mann Matarr. Ihren Sohn Abdulrahman musste sie im Familiencompound lassen, weil er immer "heim" möchte. Ihr Nähshop läuft soweit ganz gut. Der Einladung zum Lunch sind wir nicht gefolgt, wir wollten weiter zu Muhammed.
Er wohnt nun bei seiner Stiefmutter in Lamin, in einem netten Compound, hat dort sogar ein eigenes Zimmer. Wir haben ihm einen Laptop dagelassen, den er sich so gewünscht hat. Ich habe ihm gesagt, es ist eine Leihgabe von uns, wir können ihn nicht verschenken. Sein Fahrrad ist in Ordnung, und in die Schule geht er auch. Im Workshop haben wir bemerkt, dass er mit seinen Augen ein Problem hat. Hoffentlich keine Retinopathie! Wenn Dr. Gaye von seiner Reise zurückkommt, wird er ihn in die Augenklinik schicken.


Dienstag, 7. April


Die Zeit vergeht halt viel zu schnell! Sind am Vormittag zum Lager, um weiter aufzuräumen. Das Meiste ist draußen. Saiku, früher Nachtwächter im Bakotu, hat uns besucht und geholfen, weiteres Material auszufahren. Adama Lowe kam noch ins Hotel, sie wollte 3500 Dalasi für einen Reisepass, denn sie möchte ihre "Patin" Angela in Veringenstadt irgendwann mal besuchen.
Später kam Lamin Dibba, haben uns abgesprochen, wegen der Messungen am Samstag in der Pakala-Klinik.
Und mit Kwamla haben wir uns verabredet, um das Essen vom Workshop und das Lager zu bezahlen.


Mittwoch, 8. April


Am frühen Nachmittag sind wir raus nach Labakoreh zu den Jallows. Zuvor noch ein kurzer Besuch in Lamin bei Muhammed, er wünscht sich einen Stromanschluss in seinem Zimmer, und wir haben ihn mit 2500 Dalasi versorgt.
Am Haus der Jallows gibt es keine Veränderungen. Es steht noch so da, wie wir es im April 2014 gesehen haben. Vorne am Haus sollte eigentlich noch ein Anbau entstehen, für die beiden Söhne der Familie. Sira und Ramatoulie bewohnen mit zwei weiteren Schwestern 1 Zimmer, mit 4 Matratzen, nebenan im Raum weitere Geschwister.
Gudrun und Roland haben sich entschlossen, der Familie private Hilfe zukommen zu lassen, damit das Haus endlich fertig wird. Mit 5400 Dalasi (für 5 x 50kg Reis) hat der Verein für eine Familienunterstützung gesorgt.
Unterm Mangobaum haben wir eine Weile palavert. Die Messgeräte der Mädels haben wir ausgelesen. Sira’s HbA1c liegt bei 8, Ramatoulie’s ist 13.7%. Zwischen dem 8. Dezember und Mitte März hat sie nicht gemessen, und wir haben versucht, ihr nochmals den Sinn zu vermitteln. Sira soll sie dabei unterstützen.
Anschließend haben wir Alieu Badjie in Juna besucht, es grenzt direkt an Labakoreh (gell, das Bild ist lustig?). Alieu Badjie ist mit Brigitte aus S. verheiratet, und wir hatten einiges an Material fürs Haus im Container mitgenommen.


Donnerstag, 9. April


Einen schönen Strandspaziergang am Vormittag, am Nachmittag sind wir nach Banjul gefahren, um Amie Jobe zu besuchen. Wir waren dann schon etwas schockiert über den Compound, in dem Amie Jobe und ihre Schwester Ndey Fatou wohnen.
Wir erinnern uns: im letzten Jahr ist die Mutter Ngoneh verstorben, sie war im Februar 2003 unser erster Kontakt zu einer Person mit Diabetes in Gambia. Die Familie ist nun zerbrochen. Kutai, der Vater, musste aus dem ehemaligen Compound raus. Er wohnt alleine ein paar Straßen weiter, Mam Jerno, der Sohn, wohnt allein in der Umgebung.
Amie mit ihrem Baby und Ndey Fatou mit ihrem Mann und zwei Kindern schlafen in dieser Hütte, zwei Matratzen, sonst nichts.
Der Vater kann nichts zu diesem Leben beitragen.
Amie Jobe hatten wir ursprünglich ins Kamp eingeladen, sie wollte mit ihrem Baby kommen, was wir aber nicht wollten und zulassen konnten. Ihr HbA1c ist wieder bei 13,5%. Letzte Woche hatten wir ihr ein neues Messgerät gegeben, ihre neue Stechhilfe hatte sie schon wieder ruiniert!
Ihr Diabetesverhalten macht uns ratlos…


Freitag, 10. April


Am Morgen sind wir zu Arafang nach Berending gefahren. Auf dem Weg dorthin wohnt Abdulrahman Jatta, Schneider mit Nähshop in Gunjur. Er bekam eine Nähmaschine und Garn von uns. Klein aber fein, damit verdient er seinen Lebensunterhalt. Die neue elektrische Maschine hatte der Verein im letzten Jahr für ihn gekauft.

Und da steht er, der Sigmaringer Gartenschauzaun, bei Arafang in Berending! Die Hälfte des Grundstücks ist eingezäunt und fast fertig, und nun kam der Rest des Zauns im Container gerade recht. Die Pfähle hat er mit der Spitze nach oben eingebaut, habt ihr eine Idee, warum??
Im Hühnerstall hat er grad keine Hähnchenaufzucht. Er müsste immer 100 Stück kaufen, und wenn er sie nicht verkaufen kann, fressen sie sein ganzes Futter auf, und das kostet mehr, als der Ertrag bringt.
Die Orangenbäumchen sind nach 4 Jahren so groß, dass er nach der Regenzeit hofft, 20 bis 30 Säcke Orangen zu ernten, pro Sack gibt’s 400 Dalasi.
Die Bienenzucht dümpelt vor sich hin.
In der Regenzeit möchte er in seinem Garten Erdnüsse und Kassava pflanzen. Frauen aus der Umgebung warten schon, um seinen eingezäunten Garten zu bewirtschaften.
Für ihn ist es sehr schwer da draußen, eine 6köpfige Familie zu versorgen.


Samstag, 11. April


Den Tag haben wir gemütlich begonnen. Am Vormittag war wiederum "Cleaning day", so sind wir gegen 13 Uhr in die Pakala-Klinik, es waren weitere 9 Typ1er zu den Messungen eingeladen.
Gekommen waren Tida Fofana von der Nordbank, Ebrima Mendy, Basiru Mbye, Fa Kebba Jammeh, Fatou Janha, Medina Jarju, Rilwan Lowe, Sayerr Sarre und Sheriff Conteh. Unsere weitere, nicht neue Erfahrung: CT-Therapie macht auch in Afrika kaum Sinn! Bis auf Tida (8,9%) waren alle Langzeitzuckerwerte weit über 12%!! Dabei haben wir erfahren, dass Demba Bojang, ihn hatten wir 2013 im November in Sukuta kennengelernt, im Januar verstorben ist. Er war grade mal 12 Jahre alt.

Am Abend waren wir bei Eliman zum Dinner eingeladen. Er ist grad dabei, ein eigenes kleines Labor (Gudrun Medical Laboratory) in Sinchu Alagie aufzubauen, und es ist auch seine offizielle Bestelladresse für Messgeräte und Teststreifen. Von uns hat er ein paar Labormöbel bekommen. Der kleine Ort grenzt direkt an Old Yundum in der Nähe des Flughafens.


Sonntag und Montag, 12. und 13. April


Die beiden Tage haben genutzt, um noch ein wenig die gambianische Luft zu schnuppern. Den Sonntag haben wir am Strand zugebracht, und am Nachmittag hatten wir einige Besucher.
Am Montag hieß es dann Koffer packen. Jedenfalls Gudrun und Roland hatten ihre 5 Koffer wieder voll... mit tollen Schnitzereien vom Holzmarkt. Eva und Alex haben sich von Modou's Familie verabschiedet. Im Laufe des Tages gaben sich viele Gambianer die Türklinke in die Hand, um Tschüss zu sagen.
Unser ewig hilfsbereiter Kwamla kam gegen 17.30, und der Fahrer von Dr. Gaye, Ablei, kam, um uns zum Flughafen zu bringen. Es lief alles reibungslos, um 19.40 hob der Flieger mit Zwischenlandung in Dakar , nach Brüssel ab. Vier von uns Fünf konnten in der 1. Klasse fliegen, warum auch immer!!

Unser Zuhause haben wir am Dienstag gegen 13 Uhr erreicht, mit vielen tollen Erinnerungen und Eindrücken über die 17 Tage in The Gambia, trotz Gudruns Erkrankung.


Und sollte es tatsächlich eine Leserin/ein Leser bis hierher geschafft haben, dann geigt uns doch mal bitte eure Meinung an: schindler@diabetes-projekt-gambia.de,

euer Roland

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