Novo Nordisk Akademie

Novo Nordisk Akademie


Als Gudrun (Schindler) zum ersten Mal an der Novo Nordisk Akademie im November 2014 teilnahm, war zwischen der Referentin Barbara Müller und Gudrun recht schnell klar, dass das Diabetes-Projekt The Gambia davon profitieren muss.
Im dritten Teil der Seminarreihe wurde "Otto" gebastelt, eine Filzfigur mit allen inneren Organen, Blutgefäßen und Nervensträngen.
Das Langzeitzuckermodell entstand ebenfalls im Seminar, und Barbara und Gudrun haben sich entschlossen, diese Modelle mit auf die nächste Reise nach The Gambia mitzunehmen.


Gudrun Schindler und Barbara Müller



Während des Aufenthalts dort war über Ostern ein 3tägiger Workshop mit 9 ICT’lern geplant.
Natürlich wurde "Otto" (die Teilnehmer in Gambia haben ihn "Musa" getauft) und das HbA1c-Modell dort eingesetzt. Die 9 Insuliner waren begeistert mit dabei! Gudrun und Roland haben sich entschlossen, solche Übungen mit Modellen als festen Bestandteil eines Workshops einzusetzen.




Supererfreulich für unser Projekt:

Novo Nordisk hat sich entschlossen, unser Projekt nicht nur mit den Materialien aus der "Take Action"-Aktion zu unterstützen, sondern mit einer tollen 5000€-Spende!

Besten Dank an alle Beteiligten bei Novo Nordisk!


"Take Action"-Aktion am 8. März 2016


Spaghetti-Nerven, Filz-Gehirne und Rasenteppich-Figuren für Gambia

Was hat das kleinste Land Afrikas mit 15 Jahren Novo Nordisk Akademie zu tun? Die Antwort gab es am 8. März in der Mainzer Zentrale des dänischen Pharmaunternehmens: Eine private Hilfsorganisation nutzt unter anderem die Schulungsmaterialien aus den Kreativseminaren, um in Gambia Menschen mit Diabetes den Umgang mit ihrer chronischen Erkrankung anschaulich zu erklären. Gut 50 Kolleginnen und Kollegen von Novo Nordisk packten mit an, um weitere Materialien für dieses beeindruckende Projekt herzustellen.

Tina Abild Olesen, Geschäftsführerin von Novo Nordisk Deutschland, hob die Einzigartigkeit des Fortbildungsprogramms im Diabetesbereich hervor, zu dem auch die erfolgreichen Kreativseminare unter der Leitung von Diabetesberaterin Barbara Müller zählen. Sie schaffen die Verbindung zu dem Hilfsprojekt "Diabetes-Projekt The Gambia e.V.". Der Verein engagiert sich mit hohem persönlichem Einsatz der Eheleute Schindler und weiteren Mitstreitern für Menschen mit Diabetes in Gambia, einem der ärmsten Länder der Welt.

Was bedeutet es, in Gambia mit Diabetes zu leben?

In einer kleinen Diashow stellte Roland Schindler einzelne Menschen aus Gambia mit Typ 1 Diabetes vor. Er machte so eindrücklich klar, was es heißt, in Gambia mit Diabetes zu leben. "Eine Krankenversicherung gibt es dort nicht und die meisten Menschen sind zu arm, um sich selbst Insulin zu kaufen". Wie die Krankheit entsteht und wie man mit ihr lebt, davon wissen die Betroffenen in Gambia kaum etwas. "In Gambia gibt es zum Beispiel keine festen Essenszeiten, wie wir sie in Deutschland kennen. Für einen Menschen mit Typ 1 Diabetes ist es hier generell schwierig, seine Broteinheiten und Spritzmengen zu berechnen." Oft genug seien die HbA1c-Werte der Betroffenen so hoch, dass das Messgerät den exakten Wert nicht mehr anzeigen könnte. Umso wichtiger sei es daher, die Betroffenen über Diabetes aufzuklären und praktisch zu schulen.

Kreativ und begreifbar schulen

Das tut das Ehepaar Schindler gemeinsam mit ihren Mitstreitern seit vielen Jahren regelmäßig. Zum Einsatz kommen dabei Materialien, die Gudrun Schindler, selbst Diabetesberaterin, im Kreativseminar bei Barbara Müller in der Novo Nordisk Akademie selbst hergestellt hat. Zum Beispiel lernen die Betroffenen mithilfe einer Schulungsfigur aus Rasenteppich und Filzorganen die Zusammenhänge in ihrem Körper kennen. "In Deutschland heißt das Modell "Otto" – unsere Teilnehmer in Gambia haben ihr Modell "Musa" getauft."

Novo Nordisk Mitarbeiter werden aktiv für Gambia

Bislang hatten die Schindlers immer ihre eigenen Schulungsmaterialien im Gepäck. Damit das Team um den Mediziner Dr. Gaye, den das Ehepaar vor Ort unterstützt, das anschauliche Material permanent nutzen kann, wurden die Mitarbeiter von Novo Nordisk aktiv. Unter Anleitung von Barbara Müller wurden in den Konferenzräumen im 3. Stock Körperorgane aus Filz ausgeschnitten, Spaghetti zur Illustration von Polyneuropathie als "Nervenbündel" in Plastikröhrchen gepackt und Fensterleder, Spüllappen, Luftpolsterfolie und Haushaltsschwamm zu einem ansehnlichen Hautmodell aufeinander geklebt. Insgesamt sieben Gruppen werkelten eine Stunde lang und überreichten zum Schluss dem Ehepaar Schindler die frisch hergestellten Schulungsmaterialien, darunter die drei neuen Schulungsfiguren "Amie", "Paul" und "Musa" – gerade rechtzeitig für die nächste Reise der Eheleute Schindler: Am 18. März geht es wieder nach Gambia. "Wir danken Ihnen sehr für alles, was Sie für unseren Verein und für die Menschen vor Ort tun", bedankte sich Roland Schindler bei allen Anwesenden. "Wir sind nur ein kleiner Verein und tun, was wir können."





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