Menschen mit Typ 1



Grundsätzlich schwierig ist es für einen Menschen mit Diabetes Typ1 oder Typ2 in Afrika mit der Versorgung von Medikamenten und Blutzuckermessgeräten und Teststreifen. Es gibt in The Gambia kein vergleichbares Gesundheitssystem wie zum Beispiel hier in der Bundesrepublik. Ein mit Diabetes mellitus Betroffener muss in der Regel für die Therapie und Diagnostik selbst aufkommen.

Zudem weist die medizinische Versorgung regional große Unterschiede auf, und es gibt vor allem im ländlichen Bereich Lücken. Die Naturheilkunde und traditionelle Heilkunde spielen eine größere Rolle als in der Nähe der großen Städte wie Banjul und Serrekunda.
Zwar gibt es in den Ambulanzen der staatlichen Krankenhäuser auch kostenlose Medizin, dies betrifft aber wenige Indikationen, wie zum Beispiel Malaria, Tuberkoluse oder Gelbfieber, bisher aber nicht Diabetes.

Zusammen mit Dr. Gaye kümmern sich Diabetes-Projekt The Gambia e.V. und weitere Hilfsorganisationen um die Versorgung mit Insulin und Zuckermedikamenten für Diabetiker.


Im November 2006 wurde zum ersten Mal von Dr. Gaye die Langzeitzuckermessung (HbA1c) eingesetzt, nachdem er vom Verein in Reutlingen mit einem Langzeitzuckermessgerät ausgestattet worden ist. Die Ergebnisse lagen zwischen 7,0% und >14% in einer Gruppe von 12 Personen mit Diabetes. Ein Hinweis, dass gerade in der Schulung zum eigenverantwortlichen Handeln und einem Leben mit Diabetes vieles zu tun ist!
Die Betreuergruppe hat deshalb im Februar 2007 beschlossen, sich mit den Maßnahmen zu beschäftigen, die die Typ 1-Diabetikergruppe weiterbringen sollen. Seit dieser Zeit werden im viermonatlichen Abstand die Menschen mit Typ 1 in die Klinik einbestellt, um aus deren Messgeräten die gespeicherten Ergebnisse zu analysieren und zu diskutieren, und den Langzeitzucker zu messen. Das Schulungsprogramm wird regelmäßig in dieser Gruppe eingesetzt, und es gibt Fortschritte bei den Ergebnissen.
Allerdings sind in der CT-Gruppe (Einsatz von Mischinsulin 30/70) die Langzeitzuckerergebnisse wesentlich schlechter als in der ICT-Gruppe (Einsatz von Lantus und Analog-Mahlzeiteninsulin.
Übrigens: das Langzeitzuckermessgerät war Ende 2009 defekt und musste kostenpflichtig ausgetauscht werden, da eine Reparatur nicht mehr möglich war. Für die dadurch entstandenen Reparaturkosten kam Diabetes-Projekt The Gambia e.V. auf. Die Kosten der Reagenzien für die Messungen aller Typ1-Betroffenen (1x/Quartal/Person) übernimmt ebenfalls der Verein.



Nachfolgend einige Bilder aus dem Jahr 2007, wir waren ein weiteres Mal in der Pakala-Klinik von Dr. Gaye mit den Labormessungen beschäftigt:




Die folgenden Bilder sind im Februar 2010 aufgenommen worden, als wir mit wieder mal einen Workshop mit den Betroffenen Menschen mit Typ1 organisiert hatten:




Und hier noch ein paar Bilder aus diesem Workshop:




Zum Abschluss noch das Gruppenbild:






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