Reisebericht 13.-21.11.2007
Wieder mal nicht ganz pünktlich hob der Flug DE 2292 (13.11.07, 23.20h) vom Frankfurter Flughafen ab. Bauarbeiten in der Nacht an der Landebahn in Banjul haben den rechtzeitigen Start verhindert, und mein Flieger durfte nicht vor 8.30h in Gambia landen.
Mit einer Verspätung von 4 Stunden, etwas übermüdet, gegen 9.30 h am Mittwoch, den 14.11., kam ich im Hotel an, habe meine Unterlagen für die „Celebrations World Diabetes Day“ zusammengepackt, und wurde direkt zum Royal Victoria Teaching Hospital gefahren. Alle waren versammelt, und die Ansprachen in vollem Gang. Am Marsch durch die Hauptstadt Banjul konnte ich nicht mehr teilnehmen.
Letztendlich musste ich auch noch eine Rede halten, denn als Sponsor der Veranstaltung wurde mir ein Ehrenplatz zugewiesen. Einen Tag später konnte man mich sogar im GambiaTV sehen!!
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| March Pass durch Banjul |
Zuhörer |
Redebeitrag anlässlich World Diabetes Day |
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Am Donnerstag habe ich zwei Familien besucht (Familie Mboob und Familie Njie), die unser Verein mit einer Patenschaft unterstützt. Erfreulich: die seit über 5 Jahren (!) bestehende Wunde am rechten Fußrist bei Ngoneh Mboob ist fast geschlossen. Bei Smew Njie (beide Füsse oberhalb des Kniegelenks amputiert) habe ich dann (wieder mal) mit dem richtigen Insulinspritzen und Blutzuckermessen weitergemacht.
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| Lunch bei Familie Mboob |
Nach 5 Jahren: Wunde schließt sich Mr. Njie beim Bluzuckermessen |
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| Mr. Njie beim Bluzuckermessen |
Ist das richtige Stelle für Actrapid?? |
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Am Freitagmorgen ging es dann früh aus den Federn, schliesslich mußte in der Klinik von Dr. Gaye alles vorbereitet werden (HbA1c-Messgerät, Accu-Chek smart printer zum Ausdrucken der gespeicherten Messwerte von Diabetiker Accu-Cheks), damit am Nachmittag ab 15 Uhr dann alles reibungslos ablaufen konnte. Eliman und Modou vom Krankenhauszentrallabor haben mich unterstützt, allein hätte ich die Arbeit, 25 Messungen zumachen und alles aufzuschreiben, nicht bewältigt!
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| Workshop mit den Typ 1 Kindern |
Schulung |
Modou beim HbA1c messen |
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Ein Besuch bei Amie Colley zuhause in Abuko am Samstag sollte uns ein Bild geben, wo und wie sie in der Familie lebt. Ich kenne sie nun seit November 2003, als sie mit neu diagnostiziertem Typ 1 in der Klinik lag. Ihr HbA1c-Wert ist noch nicht befriedigend. Die Schulausbildung hat sie abgeschlossen, und gleich um die Ecke hat sie einen Job gefunden, sie lernt Nähen.
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| Amie Colley in ihrer Familie |
Arbeitsplatz von Amie |
Am Sonntagmorgen hat mich dann gleich Dr. Alieu Gaye im Hotel besucht, er war grad von New York zurückgekommen. Den restlichen Sonntag hab ich mit Diabetikerschulung im Hotel verbracht. 5 von den Kindern hab ich mir nacheinander ins Hotel bringen lassen, um mit ihnen den „Ernst der Lage“ zu besprechen.
Gegen 17 Uhr stand ein Ausflug an die Grenze zum Senegal an. Was für eine ruhige und beschauliche Gegend das ist, an der Küste in den Süden zu fahren! Unser Abendessen haben wir uns in Tanji, einem kleinen Fischerdorf, besorgt. Zwei riesige Lady-Fische (für mich halt), vor Ort ausgenommen, der Preis? Der kleinere: 350 Dalasi (grad mal 11 €), der größere 400.
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| An der Grenze zum Senegal im Süden |
Ladyfisch fürs Abendessen |
Montag ein bisschen Freizeit, Spaziergang am Strand, auf dem Craft Market in unmittelbarer Nähe meines Hotels Bakotu (nicht nur einmal während der ganzen Woche) mit meinem gambianischen „Bruder“ Louis Amadou zusammen gesessen, nach Insekten Ausschau gehalten.
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| Wer erkennt den Leguan? |
Ein Schmetterling bei der Eiablage |
Louis Amadou (Bildmitte), Craft Market |
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Dienstag: Besuch im Hospital beim Pflegedienstleiter im RVTH, der ebenfalls von uns mit Blutzuckermessgeräten und Teststreifen versorgt wird. Wie immer: alles nicht oder nur knapp vorhanden. Besuch bei Gabriel in der Orthopädie-Werkstatt (Horst Diether, unser Schumachermeister aus Reutlingen, hat im zwei Pakete mit Material zukommen lassen.
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| Ousman Jammeh, Pflegedienstleiter RVTH |
Mittwoch, letzter Tag: Besuch bei der National Nutrition Agency, die unter anderem beim Lebensmittelteil des Schulungsprogramms mitgearbeitet haben, nachmittags dann Kofferpacken, und ab nach Hause.
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