ReiseberichtNovember2009
Diabetes-Projekt The Gambia e. V.  
"Hilfe soll bei den Betroffenen in Gambia direkt ankommen"
 
Linienverzierung
  Startseite  ::  Unser Verein  ::  Projekte  ::  Reiseberichte  ::  Mitglied werden  ::  Spenden  ::  Patenschaft 
Linienverzierung
 
 
Zurück
 
 
November 2009

 

Reisebericht 12.11. bis 19.11.2009

 

Manche Dinge ändern sich, manche wiederum nicht: Donnerstag, morgens um 3 Uhr aufstehen, duschen, kleines Frühstück, ab ins Auto mit 80 kg Gepäck, nicht nur wegen der Broschüren, Fahrt diesmal "nur" nach Stuttgart, Abflug 6.50 Uhr nach Brüssel, Weiterflug über Dakar, Landung in Yundum/The Gambia 18.30 Uhr, ganz pünktlich...
 

 

1. Tag (Freitag)

 

Gleich am Freitagmorgen gings los mit einer Einladung ins Gesundheitsministerium, Abgeordnete des Ministeriums sollten sich zum Thema "Diabetes" informieren. Dr. Thomas Shukwa, WHO-Beauftragter in Gambia, informierte über Zahlen und Fakten, und über "Diabetes Treatment, Management und Control" war Roland Schindler... ... für 1 Stunde an der Reihe, wobei natürlich das Schulungsprogramm für gambianische Diabetiker vorgestellt wurde.

 

2. Tag (Samstag)

 

   
Am Samstag war Weltdiabetestag, der diesmal nicht in Banjul, sondern in Serrekun-da, stattfand. Salieu John, der stellvertretende Leiter der "Gambia Diabetes Association" hatte den "march pass" ausgezeichnet orga-nisiert, vor dem Gebäude des "Africell Center", einem der Sponsoren neben unserem Verein "Diabetes-Projekt The Gambia e.V.", ging es

gegen 10.30 Uhr auf der viel befahrenen Hauptstraße zum "Kanifing Municipal Center" (KMC), dem Rathaus in Kanifing.

Im Bild: Lamin bereitet seine Rede vor

Von links nach rechts: Karin, Hilde, Sepp, Tida und Anja Die Menge formiert sich... und vorneweg wird der Banner getragen mit dem Motto: "Education and Prevention"
Marsch auf der Hauptstrasse und mit einer im Vergleich zum letzten Jahr...... stark gewachsenen Anzahl von Teilnehmern... ging es zum "KMC", und unsere Gruppe konnte auf der Ehrentribüne Platz nehmen.
Mit verschiedenen Redebeiträgen (hier war mal wieder ich dran), wurde auf den Diabetes eingegangen, und die Teilnehmer konnten im Schatten unter den Zelten zuhören. Gegen 14 Uhr endete die Veranstaltung, und anschlies-send wurde an ... ... drei stark frequentierten Ständen in der Stadt Blutzucker gemessen.

 

 

3. Tag (Sonntag)

 

   

Am Freitagnachmittag wurde die erste Gruppe

der Typ 1er zu den üblichen Messungen (Gewicht, Zucker, Langzeitzucker) eingeladen, und beschlossen, am Sonntag einen "Workshop" zu machen.

Vorbereitungen wurden getroffen, ein Appartement hat Mr. Manly-Elliott, Banjul Oxygen Factory, zur Verfügung gestellt, und gegen 15 Uhr waren dann (fast) alle da. Es wurde über die Ausdrucke der gespeicherten Blutzuckerwerte gesprochen, die Langzeitzuckerwerte, Messhäufigkeiten, Essgewohnheiten, über die Kosten einer Insulintherapie...
und vieles andere mehr, natürlich hatten wir auch Spaß miteinander... und dann beschlossen, einen solchen Workshop im Februar zu wiederholen.

 

4. Tag (Montag)

 

   

Am Montag ging es in der Klinik von Dr. Gaye weiter, und wir konnten unserer Podologin Anja Rollmann über die Schulter

schauen, die seit dem 19. Oktober wieder in

Gambia ist. Die meisten der Typ1-Füße wurden zum 1. Mal mit der Stimmgabel untersucht, und so manches Ergebnis war nicht ganz überraschend (schlecht), und Mohammed hat immer noch einen der schlechtesten Langzeitzuckerwerte.

Beim Check der Füße wurde so manches entdeckt...

und dieses ist ein Häufchen Hornhaut von nur einer einzigen Person. Zainabu schaut schon mal zu, wie ihre Werte aus dem Accu-Chek active ausgedruckt werden.
Gegen Abend hat uns Dr. Alieu Gaye sein neues Projekt gezeigt. Seine bisherige Klinik ist zu klein geworden, und grad um die Ecke hat er ein großzügiges Gebäude gefunden,
das er nun renovieren lässt. Im Februar 2010 soll es fertig sein... Sepp empfiehlt mal gleich, Leerrohre für eine zukünftige Solaranlage einzubauen.

 

5. Tag (Dienstag)

 

   
Natürlich wollten wir sehen, welche Fortschritte Arafang mit seinem Bienenprojekt, der Landwirtschft und seinem Haus gemacht hat. Auf dem Weg dorthin haben wir Yahya mitgenommen, er hat ein riesiges Geschwulst auf dem Damm, das aufgeplatzt war. Im Berending Health Center konnte Dr. Bojang ihn versorgen....
...und mit einer weiteren Geldspende aus dem Verein helfen wir dem Klinikbetrieb.

Arafang war super fleissig, da staunen auch die "Neuen" Karin, Gabi und Johannes!

Das Haus ist fertig gestellt,und weitere Bilder finden sie hier!
Auf dem Rückweg vom Süden Gambias mussten wir Sheriff Sanyang besuchen, wir hatten den Verdacht, dass er versehentlich eingefrorenes Insulin spritzt, was sich so bestätigt hat. Am Abend dann der Besuch mit Schwester Ellen bei Familie Jallow, denn Isatou wird auf ICT umgestellt. Da sitzt dann immer die ganze Familie dabei, und man erfährt viel über die Essgewohnheiten in einer Familie, für eine ICT-Therapie von entscheidender Bedeutung!!

 

6. Tag (Mittwoch)

 

   
Amie Colley hat ihren Nähshop im Mai eröffnet, die heftige Regenzeit hat eine Mauer zum Einsturz gebracht, und mit Mitteln des Vereins hat das gebäude einen Betonsockel erhalten. Nun ist sie ganz dringend auf der Suche nach einer Nähmaschine, die Zickzack nähen kann, damit sie auch Kleider nähen kann (siehe Reisebericht Februar 2009). Wiederum mit Schwester Ellen konnte Ajie Mamie Gaye auf ICT umgestellt werden, und auch bei ihr ist es dringend notwendig, denn
ihr Langzeitzuckerwert ist seit 5 Jahren stets >14%. Hier sitzt sie mit ihren Vater zusammen auf dem Sofa. Und am Nachmittag hab ich 2 "neue" Kinder mit Typ 1 kennen gelernt.  

 

7. Tag (Donnerstag)

 

   
Und mit einem Besuch in der Patenfamilie der Schindlers , Familie Jobe/Mboob endet dann mein Besuch in Gambia, während Kutai die neue Diabetes-Broschüre studiert und seiner Frau vorliest,

wird darüber diskutiert, warum ihr HbA1c nicht besser wird.

Mit Sicherheit ist eine ICT der bessere Weg, das wird mit Dr. Gaye abgesprochen und eventuell im Februar realisiert, denn eine

beginnende Neuropathie (Stimmgabel: 4/8) ist nur über eine optimale Stoffwechseleinstellung aufzuhalten. Ihre "Wunde" ist nun komplett geschlossen.

 

Und gegen 16 Uhr gehts dann ins Hotel zurück, Zeit zum Kofferpacken, pünktlich um 21 Uhr startet der Flieger Richtung Heimat!

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Impressum

© Copyright: Diabetes-Projekt The Gambia e. V.